Erdbeben
Ein Erdbeben äußert sich als schnelle und heftige Erschütterung des Bodens aufgrund der Freisetzung von Energie in Folge einer plötzlichen Verschiebung einer Gesteinsmasse im Untergrund.
In Südtirol
Das seismische Landesnetz integrierte 2006 die damals bestehenden Messstationen in Tirol und Trentino mit der Inbetriebnahme moderner Aufnahmestationen und schuf durch mehrere EU-Projekte (FASTLINK TYROL, HAREIA, ERGS) ein automatisches Datenerfassungs- und Verarbeitungszentrum beim Landesfunkdienst. Derzeit speichert und übermittelt dieses System mit 10 Stationen, welches von der Kinemetrics-Software Antelope gesteuert wird, Daten in Echtzeit an die seismischen Zentralstationen ZAMG-Wien, OGS-Udine, ETH-Zürich, USGS-Virginia und INGV-Rom.
Das seismische Netzwerk des Landes erlaubt es, die zahlreichen lokalen Erdbeben von geringer Stärke zu erfassen. Die meisten dieser Beben, deren Stärke laut Richterskala meist unter 2,5 liegt, werden von der Bevölkerung nicht wahrgenommen.
Erdbebensicheres Bauen – Gesetzgebung
Die Maßnahmen zur Prävention von Schäden durch Erdbeben werden derzeit von den Neuen technischen Normen für Bauten (NTC) vorgegeben. Diese regeln die Baukriterien, die in den unterschiedlichen Erdbebenrisikozonen im Staatsgebiet angewendet werden müssen.
Die Basisparameter, die für die Projektierung anzuwenden sind, können auf der Webseite des Instituts INGV (Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia) abgerufen werden.
Der Erdbebenkatalog enthält historische Ereignisse, die im Rahmen des HAREIA-Projekts gesammelt wurden sowie Ereignisse die vom seismischen Netzwerk in Südtirol, welches seit 2016 in Betrieb ist, kontinuierlich aufgezeichnet werden.
Was ist im Falle eines Erdbebens zu tun
Rufen sie die Seite des Zivilschutzes auf
Kontakte
Amt für Geologie und Baustoffprüfung
Eggentaler Straße 4839053 Kardaun
Autonome Provinz Bozen - Südtirol
Tel. +39 0471 36 15 10
Tel. +39 0471 36 15 11