Massenbewegungen
Massenbewegungen bedrohen oft Siedlungen (wie im Fall des Fotos, das sich 2009 in St. Leonhard im Passeier ereignete) oder Infrastrukturen, und können große Schäden verursachen.
Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff Massenbewegung die Bewegung von Gesteins-, Schutt- oder Erdmassen entlang eines Hangs unter der Einwirkung der Schwerkraft.
Arten von Massenbewegungen
Laut der Klassifikation von Massenbewegungen nach Varnes (1978, 1996) kommen in Südtirol folgende Massenbewegungen am häufigsten vor:
- Sturzprozesse (Stein-, Blockschlag);
- Hangmuren;
- Kippprozesse;
- Rotationsrutschungen;
- Translationsrutschungen.
Massenbewegungen sind häufig eine Kombination aus 2 oder mehreren Prozessen. Wenn eine Unterscheidung der vorherrschenden Bewegung nicht möglich ist, spricht man von einer komplexen Massenbewegung.
Die tiefgründigen Massenbewegungen (DSGSD) sind sehr komplexe Massenbewegungen, die ausgedehnte Hangbereiche umfassen und durch eine sehr langsame Bewegungsrate gekennzeichnet sind. Diese Art von Massenbewegungen haben äußerst tiefreichende Gleitflächen und bei fortschreitenden Bewegungen kommt es lokal zum Kollaps einzelner Schollen, sobald der kritische Punkt der Hangverformung überschritten wird.
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Naturgefahren: Wer sie kennt, weiß, was zu tun ist - Massenbewegungen
Der Direktor des Amtes für Geologie und Baustoffprüfung, Volkmar Mair, erklärt die möglichen Ursachen von Massenbewegungen, wie diese untersucht, überwacht und, wo möglich, verhindert werden können.
Mehr zu diesem Thema
Weitere nützliche Informationen über Massenbewegungen finden Sie in den folgenden Abschnitten:
- IFFI - Inventar der Massenbewegungen in Italien, in dem sowohl Ereignisse als auch Gebiete mit bekannten Hangbewegungen innerhalb des Landesgebietes verzeichnet sind. Das Kataster wird laufend aktualisiert und die Daten können über den Hazard Browser eingesehen werden;
- Maßnahmen zur Hangsicherung, welche innerhalb des Landesgebietes die größte Anwendung finden;
- BSD - Geologischer Bereitschaftsdienst unter der Leitung des Amtes für Geologie und Baustoffprüfung für den Fall, dass Siedlungsbereiche und Infrastrukturen von Massenbewegungen bedroht werden.
IFFI - Inventar der Massenbewegungen
Hangsicherungsmaßnahmen
Geologischer Bereitschaftsdienst
Was ist im Falle einer Massenbewegung zu tun
Rufen sie die Seite des Zivilschutzes auf.
Kontakte
Amt für Geologie und Baustoffprüfung
Eggentaler Straße 4839053 Kardaun
Autonome Provinz Bozen - Südtirol
Tel. +39 0471 36 15 10
Tel. +39 0471 36 15 11
Letzte Aktualisierung: 13/05/2025












